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JAHRESKREIS
30. SONNTAG (LESEJAHR A)

1

FÜR DIE FREUDE GESCHAFFEN

Der Herr will, daß wir die Freude leben.
Gottesliebe und Freude.
Ein Geschenk zum Weitergeben.

I. Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen. Sucht den Herrn und seine Macht, sucht sein Antlitz allezeit.1 Die Liturgie dieses Sonntags ruft uns zur Freude auf und zeigt uns den Weg dazu: Sucht den Herrn (...), sucht sein Antlitz. Dies unterscheidet die echte Freude von anderen Stimmungen, die mehr oder weniger mit ihr verwandt sind. Oberflächlich gesehen, gehört auch das egoistische Kreisen um sich selbst dazu, indem es eine momentane Genugtuung schenkt; doch es entpuppt sich über kurz oder lang als bloße Ersatzbefriedigung, die blind macht für das, was von Gott kommt, und für die Bedürfnisse der Mitmenschen.

Der Herr hat uns für die Freude geschaffen. Beim Propheten Joël heißt es: Fürchte dich nicht, fruchtbares Land! Freu dich und juble; denn der Herr hat Großes getan. (...) Jubelt, ihr Söhne Zions, und freut euch über den Herrn, euren Gott. Denn er gibt euch Nahrung, wie es recht ist. Er schickt euch den Regen, Herbstregen und Frühjahrsregen wie in früherer Zeit.2

Wir Christen brauchen die Freude, denn wenn die Seele froh ist, will sie aus sich heraus, sie schwingt sich empor und sucht den großzügigen Dienst am Nächsten. Ein freudiges Herz ist Gott näher, es ist für große Werke offen und fähig, die anderen mitzureißen. Die Traurigkeit dagegen lähmt die besten Vorsätze und schafft eine düstere Atmosphäre um uns. Deshalb sagte der Apostel Paulus zu den ersten Christen: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch.3 Paulus verschweigt die vielen Widerwärtigkeiten nicht, die die Christen seiner Zeit zu erleiden hatten, aber gerade deshalb und aufgrund eigener Erfahrung spornt er sie zur Freude an, die die Seele kräftigt und für den Glauben wirbt.

Die eigentliche Ursache für die Traurigkeit liegt nicht in den Widerwärtigkeiten oder Leiden selbst, sondern darin, daß der Blick auf das eigene Ich und nicht auf Jesus gerichtet ist. »Jene Trauer, die ein Laster ist, wird aus der ungeordneten Selbstliebe verursacht, die kein besonderes Laster, sondern die allgemeine Wurzel aller Laster ist« sagt der heilige Thomas von Aquin.4 Die Traurigkeit zieht viele weitere Übel nach sich; denn die Seele ist dann wie ein Baum, dessen Wurzeln krank sind und der deshalb nur schlechte Früchte hervorbringt: Verfehlungen gegen die Nächstenliebe, Ersatzbefri»digungen, Nachlässigkeit im Kampf gegen Regungen der ungeordneten Sinnlichkeit ...

Die Freude kann man jedoch nicht direkt erwerben. »Sie entspringt etwas anderem, sie setzt anderes voraus, wie die Blüte und die Frucht den Baum voraussetzen, den Zweig, der sie gebiert, trägt und nährt. Dieses vor allem ist wichtig zu besitzen, dieses Etwas, dessen Blüte und Frucht die Freude ist. Sobald es da ist, wird die Freude möglich, ohne Anstrengung, ohne selbst daran zu denken. Und dieses Etwas heißt die Liebe.«5 Von daher verstehen wir die knappe Bemerkung des seligen Josemaria Escrivá: »Um das Glück zu finden, bedarf es nicht eines bequemen Lebens, sondern eines verliebten Herzens Die Freude ist also unmittelbare Wirkung der Liebe, so wie die Traurigkeit Folge des Egoismus und der Trägheit des Herzens ist. »Die Traurigkeit treibt zum Zorn und zum Groll und deshalb erfahren wir, daß wir uns im Zustand der Traurigkeit leichter ärgern und empören wegen jeder Kleinigkeit. Dazu noch macht sie den Menschen argwöhnisch und mißtrauisch, und bisweilen kann sie derart verstören, daß man meinen könnte, man sei des Bewußtseins beraubt und außer sich.«7 Eine Seele, die in Traurigkeit verharrt, erschlafft, wird anfälliger für die Sünde und für das Gute träge. Wie die Motte am Kleid, der Wurm im Holz, so nagt der Kummer am Herzen des Menschen.8

Sollten wir einmal merken, daß uns diese böse Krankheit der Seele droht oder sich vielleicht schon in uns eingenistet hat, dann müssen wir uns fragen, wo unser Herz beheimatet ist. »>Laetetur cor quaerentium Dominum<. Das Herz derer, die den Herrn suchen, soll sich freuen. Licht, um die Gründe deiner Traurigkeit zu erforschen.«9

Wie schwer ist es, selbst inmitten von Schmerz, Armut oder Krankheit traurig zu sein, wenn wir den Blick auf den Herrn richten und eine Situation, die auf uns lastet, als seine Bitte verstehen, großzügig zu sein! Wir können wie der heilige Paulus sagen: Trotz all unserer Not bin ich von Trost erfüllt und ströme über von Freude.10 Nichts wird uns den Frieden und die Freude nehmen können, wenn wir den Herrn wirklich suchen. Der Schmerz läutert dann die Seele und aus der Not erwächst Freude.

II. Laetetur cor quaerentium Dominum ... Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen.

Auch das heutige Evangelium11 ruft uns zur Freude auf, indem es uns zur Liebe aufruft. Das Gebot der Liebe ist zugleich ein Gebot der Freude, denn - wie der heilige Thomas sagt - die Freude »ist keine von der Gottesliebe unterschiedene Tugend, sondern Akt oder Wirkung der Gottesliebe.«12 In der Praxis bedeutet dies, daß wir die freudige Art, wie wir unsere Aufgaben erfüllen, unseren Mitmenschen begegnen oder Leid und Widerspruch tragen, als Gradmesser unserer Liebe zu Gott betrachten können.

Als die Pharisäer mit der Frage zu Jesus kamen, welches Gebot im Gesetz das wichtigste sei, antwortete Jesus: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wie schlicht und tiefsinnig ist die Antwort des Herrn! Gott mit ganzem Herzen lieben - dann bleibt kein Raum für die Sorgen um ein bequemeres Leben, für Dünkel oder Hochmut. Indem wir Gott lieben, überschreiten wir die engen Grenzen der Selbstsucht und öffnen uns für den Dienst am Nächsten. »Die Nächstenliebe ist keine wahre Nächstenliebe, wenn der Nächste nicht mit der Liebe Gottes geliebt wird. Das ist die Garantie, daß es sich um wirkliche Liebe handelt. Das unterscheidet die wahre Nächstenliebe von reiner Menschenliebe und ähnlichen philanthropischen Haltungen. Und das allein macht sie auch möglich, denn manchmal wäre es einem sonst unmöglich, seinen Nächsten zu lieben. Nur mit der Liebe Gottes ist man dazu imstande.«13

Viele meinen, sie würden glücklicher werden, wenn sie mehr besäßen, mehr Lob, mehr Anerkennung erhielten, und dabei vergessen sie, daß nur eins nötig ist: ein verliebtes Herz. Gott hat unser Herz für die Fülle der ewigen Güter bestimmt. Deshalb kann keine Liebe dieses Herz sättigen, wenn die Liebe schlechthin - die Liebe zu Gott - fehlt. Von daher erhält jede andere wirkliche Liebe ihren Sinn. Und umgekehrt: Der Egoist, der Eifersüchtige, der Besitzgierige können die Freude nicht finden, die Jesus den Seinen verheißt14, denn sie verschließen sich der Liebe im tiefsten, edelsten Sinne des Wortes. Die heilige Theresia von Avila schreibt: »Dies ist die Kraft der Liebe, wenn sie vollkommen ist: wir vergessen unser eigenes Wohlgefallen, um dem zu gefallen, den wir lieben. Und es ist wahrhaftig so, daß, auch wenn wir große Mühen zu tragen haben, diese Mühen angenehm werden, wenn wir erkennen, daß wir damit Gott gefallen.«15 Alle Nöte und Widerwärtigkeiten sind erträglich, wenn wir uns an Gottes Hand festhalten.

III. Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke, Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.16 So beten wir heute im Antwortpsalm.

In Gott finden wir die Festigkeit und alles, was wir brauchen - auch die Freude und den Frieden inmitten einer schwierigen Situation. Deshalb ist es wichtig, den persönlichen Umgang mit ihm, Tag für Tag, zu pflegen. Es wäre ein großer Verlust, es nicht zu tun.

Die Freude und der Frieden, die wir in der unerschöpflichen Quelle, die Christus ist, finden, sind nicht für uns allein. Sie sind Gaben, die sich verströmen wollen. Besonders jene in unserer Nähe sollen davon profitieren. Unser Zuhause soll »hell und freundlich wie das Haus der heiligen Familie«17 sein, nicht traurig, düster, mit der unwirtlichen Nervosität egoistischer Kurzweil aufgeladen. Ein christliches Zuhause soll Freude ausstrahlen, weil Menschen darin wohnen, die als Jünger Christi leben wollen. Und dies bedeutet, eine Reihe natürlicher und übernatürlicher Tugenden zu leben, die mit der Freude eng verbunden sind: Großmut, Herzlichkeit, Freigebigkeit, Opferbereitschaft, ein Gespür für die Neigungen, Interessen, Vorlieben der anderen.

Natürlich soll die Freude, die aus dem täglichen Umgang mit dem Herrn stammt, auch außerhalb unseres Zuhause spürbar sein: an unserem Arbeitsplatz, im Gespräch mit einem Kunden oder auch nur mit einem Unbekannten, der uns nach einer Straße fragt. Viele meinen, Mißmut sei der menschliche Normalzustand. Natürliche Freundlichkeit kann sie deshalb um so nachdenklicher stimmen. Für wieviele Menschen kann die Freude eines Kollegen oder eines Freundes ein erster Ansporn dazu sein, sich für den christlichen Glauben zu interessieren.

Wir brauchen die christliche Freude auch bei der Erfüllung der eigenen Pflichten und Aufgaben, damit wir sie in einem Klima der Selbstverschwendung verrichten können. Je verantwortungsvoller sie sind, um so tiefer verwurzelt muß unsere Freude sein als Eltern, Priester, Vorgesetzte, Lehrer ... Wir können uns Christi Antlitz kaum anders als von gewinnender Freude vorstellen. Und bis in sein Leiden hinein spricht Frieden aus ihm. So können wir ihn nachahmen, wenn der Weg einmal steil und mühsam wird.

Unsere Liebe Frau, Causa nostrae laetitiae, Ursache unserer Freude, wird uns helfen, den Weg des Friedens und der wahren Freude wiederzufinden, wenn wir einmal von ihm abgekommen sind. An ihr erkennen wir, daß der Weg zu Gott der Weg der Freude ist.

vgl. Ps 105(104),3-4. - 2 Joël 2,21-23. - 3 Phil 4,4. - 4 Thomas von Aquin, Summa theologica, II-II,q.28,a.4. - 5 P.A.Reggio, Vergiß die Freude nicht, Freiburg 1959, S.20. - 6 J.Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.795. - 7 Gregor der Große, Moralia, I,31,31. - 8 Spr 25,20. - 9 J.Escrivá, Der Weg, Nr.666. - 10 2 Kor 7,4. - 11 Mt 22,34-40. - 12 Thomas von Aquin, Summa theologica, II-II,q.28,a.3. - 13 A.Luciani, Das Beispiel des Samariters, Graz 1982, S.28. - 14 vgl. Joh 16,22. - 15 Theresia von Avila, Buch der Klosterstiftungen, 5,10. - 16 Ps 18(17),2-4.47.51. - 17 J.Escrivá, Christus begegnen, 22.

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